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Nils Koppruch im Wiesbadener Schlachthof

Ein Rückblick auf das Konzert vom 4.10., ein Tourauftakt unter Freunden.

Wer kommt im besten Anzug an, wer gibt heut Nacht das Hauptprogramm? Genau – der Herr Koppruch! Im Ernst: er kam wirklich im besten Anzug. Ein Anblick, den man zweimal so nicht sieht, und wenn, dann ist es nur Glück. Schwarzer Anzug, weißes Hemd, ernste Miene - fast fühlt man sich ein wenig an Johnny Cash erinnert.

Das Auftaktkonzert der kleinen Tour beginnt ein wenig verzögert, denn die Autobahnen waren völlig verstopft. Bis dann alles aufgebaut und Sound gecheckt ist braucht es eben seine Zeit. Dass seine Konzerte keine Massen anlocken, scheint Nils nicht allzu sehr zu grämen und ist mittlerweile schon Bestandteil des Abendprogramms geworden. „Guten Abend! Wir könnten uns jetzt eigentlich alle mit Handschlag begrüßen.“ Einzelne Besucher dürfen sich gerne auch mal persönlich vorstellen und das wiederum hat auch etwas sehr sympathisches und verleiht dem Auftritt den Charme eines privaten Wohnzimmerkonzerts.

Wie auf dem Album CARUSO beginnt der Abend druckvoll mit „Armer Junge weint, armes Mädchen auch“. Im Laufe des Abends spielen sie dieses Set:

1. Armer Junge weint, armes Mädchen auch
2. Mit eigenen Augen
3. Das Liebste
4. Mein einziges Lied
5. Kirschen
6. Die Aussicht
7. Caruso
8. Vergessen, was ich wusste
9. Noch nichts ist verlor´n
10. Talking Darum Blues
11. Zieh das Hemd aus Moses
12. Loch in der Welt
13. Den Teufel tun
14. Komm Küssen
15. Fliegen
16. Verrückte Liebe
17. Weil´s möglich ist
18. Stadt in Angst

Zugaben:
19. Ich kümmere mich darum
20. Staub und Gold

Wie auf dem Album CARUSO schließt „Stadt in Angst“ wie so oft den offiziellen Konzertteil ab. Die Abmoderation in diesen Song einflechtend stellt Nils seine Musiker im „Wald“ nochmal namentlich vor: Marcus Schneider an der Gitarre, Lars Paetzel am Bass und Christoph Kähler aka Zwanie Jonson am Schlagzeug.

Der kundige Hörer merkt auf: es gibt ein neues Stück namens „Zieh dein Hemd aus Moses“. Ein schwer rollender Rhythmus, ein Mutmach- und Durchhalte-Text, ein Gospel à la Koppruch. Der Gesang ist leider wegen der etwas mangelhaften Akustik der Halle nur fragmentarisch verständlich.

Die abgelichtete Setlist lässt ahnen, dass noch viel mehr Stücke hätten gespielt werden können, hätte das Publikum sich beim Schlussapplaus gefälligst etwas ausdauernder gezeigt. Ansonsten waren die Zuhörer aber sehr zugetan, aufmerksam und haben ihren Part, Begeisterung beizusteuern, zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.

Foto: Anna Thut

Mehr Bilder: www.nilskoppruchsupport.wordpress.com
 


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