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Doppelt hält besser!

Ariel Zuckermann war beim vorletzten Bad Homburger Schlosskonzert dieser Saison Dirigent und Solist zugleich. Mit ihm auf der Bühne stand das georgische Kammerorchester Ingolstadt.

In der kleinen und fast vollbesetzten Schlosskirche des barocken Bad Homburger Schlosses war diese Doppelrolle des Dirigenten eine Premiere.

Ariel Zuckermann schaffte die Verbindung beider Tätigkeiten mit Bravour. So dirigierte er präzise und einfühlsam als erstes das „Concerto en re” für Streicher von Igor Strawinsky.

Als Solist an der Querflöte glänzte er mit perlenden Kolloraturen bei Mozarts Konzert für Flöte und Orchester und war dennoch immer noch der Herr über seine Orchesterspieler. Als krönenden Abschluss der ersten Konzerthälfte spielte er gemeinsam mit dem ersten Cellisten die "Habanera" aus George Bizets Oper Carmen. Vom anfangs langsamen und allseits bekannten Thema spielte er sich mehr und mehr in Ausschweifungen und Verzierungen und endete meisterhaft mit atemberaubender Geschwindigkeit im Schlussakkord.

Nach der Pause wieder mit dem Dirigentenstab bewaffnet und sein Orchester spielte sieben Sätze aus Christoph Willibald Glucks Ballett „Don Juan” sowie die ausdrucksstarke "Passione"-Sinfonie von Joseph Haydn.

Das Publikum war zurecht vollends begeistert und verlangte nach Zugaben, die Zuckermann und sein Orchester bereitwillig spielten: Sowohl der perkussiv-bedrohliche Feuertanz als auch ein heiterer Wiener Marsch waren i-Tüpfelchen für das gelungene Konzert.

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