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10.06.2011 » Orange Blossom Special 15 - Rückblick

Wie es so war in Beverungen und im Interview mit GISBERT ZU KNYPHAUSEN im Feld und so ganz ohne Melancholie.

Ein nicht ganz objektiver Erlebnisbericht.

Wir fahren mit dem Auto Richtung Zeltplatz, nach über vier Stunden Autobahn und einer Menge Stau sind wir zwei Stunden zu spät und vollkommen überrascht was wir da sehen. Das Orange Blossom ist restlos ausverkauft und so sieht es auch aus, überall Menschen! Das ist vor allem deshalb so bewundernswert, weil uns zuvor jeder bestätigte niemals von dieser Stadt und diesem Festival gehört zu haben.

Auf der Zeltwiese reihen sich die Zelte dicht an dicht, es ist seltsam ruhig für ein Festival, auch wenn es sich nur um ein Kleines handelt.
Als wir das Festivalgelände erreichen wissen wir wieso, der kleine Glitterhouse-Garten ist von vorne bis hinten voll mit knapp 2.000 Menschen. Was gleich als nächstes auffällt, sind die vertretenen Altersklassen, gefühlt zwischen 9 Monaten und 99 Jahren, wobei sich die größte Gruppe wohl um die 40 bewegt. Sind wir hier mit 22-23 Jahren überhaupt erwünscht?
Nach einem überaus gelungenen Konzert der Schweden Golden Kanine sind wir uns dann aber sicher: Ja, hier herrscht Stimmung!

Wo man auf anderen Festivals zwischen betrunkenen Jugendlichen mit ungewöhnlichen Verkleidungen steht, bewegt man sich in Beverungen zwischen einer Menge Trekking-Schuhen und -Sandalen. Und im Bühnen“graben“ herrscht ein Kleinkrieg der großen und kleinen (Hobby-) Fotografen, dem zumindest ich nicht gewachsen scheine.

Das Line-Up des Wochenendes deckt vor allem die Richtungen Stimmung, Rockabilly, Pop und Gitarrengeschrammel ab und so eigenartig es auch klingen mag, es passt von vorne bis hinten. Nichts anderes wäre vorstellbar gewesen und so tanzen, wippen und singen alle irgendwie mit. An dieser Stelle hervorzuheben sind vor allem Talking to Turtles und Who Knew, die jeweils für richtige Festivalstimmung sorgten.

Neben all der Musik fällt außerdem auf, dass wir uns auf einem furchtbar chaotischen aber irgendwie doch funktionierenden Festival befinden. Sogar im Toilettenbus, den die Inhaberin selbst als ihre kleine AIDA mit den vier Kabinen betitelt (und uns noch fragt wo wir denn gerne hin schippern würden), ist gute Laune und Seife (noch nie erlebt!) garantiert. Geduscht wird in der Gruppendusche und Frühstück gibt’s im eigens für das Wochenende aufgestellten Bäcker-Container mit gefühlt tausend verschiedenen belegten Brötchen und einer Menge Kaffee.

Kurzum: wir sind überwältigt. Von allem. Und nach drei Tagen fühlen wir uns trotz des Sonnenbrands ziemlich wohl. Danke OBS.

Beverungen liegt im Übrigen im Osten von Nordrhein-Westfalen, an der Grenze zu Niedersachsen… nur damit niemand mehr behaupten kann, er wisse nicht wovon wir hier sprechen.
Das Interview mit Gisbert zu Knyphausen findet ihr in der Rubrik Unterwegs, Thema: Musik.
 


Datum & Location

Datum: vom 10. bis 12.06.2011
Ort: 37688 Beverungen
Straße: Grüner Weg 25
Haltestelle: Bahnhof Lauenförde/Beverungen

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