06.02.2012 » Kunst macht Schule – Kunst verbindet
Die Studienseminare in Wiesbaden laden gemeinsam mit den Kunstwerkern zur 3. Kunstausstellung.
Zur Eröffnung spricht die Stadträtin Frau Gaby Wolf. Außerdem sind Wiesbadener Schulen für die musikalische und kulinarische Gestaltung mit einbezogen.
Zu sehen sind Arbeiten aus der „mobilen Kunstwerkstatt“ im Wiesbadener Stadtteil Gräselberg sowie Werke von schulischen Projekten aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis.
Die diesjährige Ausstellung führt den verbindenden Gedankengang, dass alle Kinder und Jugendliche mit ihren Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen, weiter fort. Der individuelle Unterstützungsbedarf wird dabei hervorgehoben, Differenzen wahrgenommen und für einen Gestaltungsprozess kreativ genutzt. Mit den Motiven der jungen Künstlerinnen und Künstler werden Postkartenserien und zukünftig auch Kalender erstellt. Damit wird erstmals ein Schritt in eine größere Öffentlichkeit gegangen. Mehrere Schulen verschiedener Schulformen nehmen wieder an dieser Ausstellung teil und zeigen ihre Ideen zu unterschiedlichen Themenstellungen.
Die Schulband der Wolfram-von-Eschenbach-Schule unter der Leitung von Olli Back bereichert das Programm mit aktuellen Hits, die die Schülerinnen und Schüler selbst ausgesucht und einstudiert haben und mit Schlagzeug, E-Bass, akustischen und elektrischen Gitarren, sowie zwei Sängerinnen zu Gehör bringen.
Schülerinnen und Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule bereiten den Imbiss für die Eröffnung vor und bringen sich so mit ihrer Schülerfirma aktiv mit ein.
Das Pädagogische Haus in Wiesbaden hat sich als Begegnungsstätte etabliert, in der verbindende Gedanken der Kunst einen geeigneten Rahmen finden. Hier sind die Studienseminare für Gymnasien, Berufliche Schulen, für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen, das Staatliche Schulamt für Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis sowie das Institut für Qualitätsentwicklung untergebracht. Die Kooperation wird weiter fortgeführt.
Folgende Ausstellungsteile sind zu sehen:
Masken als Ausdrucksformen eines Zweiten Ichs
Schülerinnen und Schüler der 6. und 9. Klasse von der Gutenbergrealschule in Eltville präsentieren Bilder und flächige Gestaltungen. Gezeigt werden Bilder mit Fineliner-Zeichnungen zum Thema Portraitzeichnungen und Phantasiemasken.
Die Aufgabe der Lernenden war es, ein Phantasiemonster - das man durch einen Spion in einer Tür sieht - mit Strukturen vielfältig auszugestalten. Durch die unterschiedlich dichte Anordnung der Muster entstanden so wirkungsvolle Kontraste. Lernende erstellten außerdem im Rahmen von Maskengestaltungen vielfältige Fantasiegesichter, die durch ihre ausdrucksvollen Formen und bunten Farben einen besonderen Reiz ausstrahlen.
VINCENT GOES WIESBADEN
Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse an der Wolfram-von-Eschenbach-Schule in Wiesbaden haben sich in ihrer Bildgestaltung mit der Frage beschäftigt, wie Vincent van Gogh Wiesbaden malen würde. Sie näherten sich dem Thema an, indem sie Fotos von typischen Wiesbadener Motiven sammelten, diese am PC bearbeiteten und mit Elementen aus Van-Gogh-Bildern verknüpften. Nach diesen Anregungen wurde versucht, die Bilder mit Deckfarben und schnellen kraftvollen Pinselbewegungen im Stil Van Goghs zu malen. Die Bilder wurden für den Leonardo-Award prämiert und im Liliencarré ausgestellt.
Ruinen aus der Dämmerung
Die August-Hermann-Francke-Schule, Schule mit dem Schwerpunkt Lernen in Wiesbaden rief zu einen Kunstwettbewerb aus, an dem sich insgesamt 12 Schulen mit über 264 Arbeiten beteiligt haben. Thema des Wettbewerbs waren zwei Bilder der Wiesbadener Künstlerin Johanna Eckert als Orientierung. Es galt, das Thema „Ruine in der Dämmerung“ zu bearbeiten. Diese anspruchsvolle Aufgabenstellung beinhaltete nicht nur das Thema zu erfassen, sondern auch eine Stimmung zu erzeugen, der Tageszeit entsprechend. Wie ungemein facettenreich wurde das von den Schülerinnen und Schülern umgesetzt. Märchenhafte Traumstimmungen, unwirkliches Licht, Silhouetten und minuziöse Ausgestaltung, Nähe und in Landschaftsbezug gebettete Ferne, bedrückend oder anheimelnd.
Zum ersten Mal wurde dieser Wettbewerb der seit 2003 schon viermal schulintern organisiert wurde, für alle Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe in Wiesbaden ausgeschrieben. Aus den Einsendungen wählte eine Jury die 20 herausragendsten Bilder aus, die in der aktuellen Ausstellung nun zu sehen sind.
Mobile Kunstwerkstätten
Die Kunstwerker sind ein Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern. Sie bringen mit 6 mobilen Kunstwerkstätten kulturelle Bildung zu Kindern und Jugendlichen in Wiesbadener Stadtteile mit besonderem Förderbedarf. Damit fördern sie ein „Lernen fürs Leben“ in Form eines kreativ gestaltenden Entdeckens. In der Ausstellung präsentieren Ulrike Röttger und Veronika Fass Arbeiten, die von Kindern und Jugendlichen in der mobilen Kunstwerkstatt im Gräselberg gemalt und gestaltet wurden. Mit verschiedensten Techniken zeigen die Werke eine Vielfalt der Lebenswelten und die Neugier an den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten.
In den Sommerferien organisieren die Kunstwerker Ferienwerkstätten in allen Stadtteilen ihrer Kunstwerkstätten und schließen diese mit einer gemeinsamen Bus-Tour aller Beteiligten ab. Dabei geht die Reise zu den jeweiligen Stadtteilen und die Kinder und Jugendlichen präsentieren sich gegenseitig ihre Werke und laden zum Mitmachen ein. Im Sommer 2011 war das Thema „Stadt-Spiel“, während dem Spiele erfunden und groß gebaut wurden. In der jetzigen Ausstellung geben Fotos und ein „Wurfspiel-Objekt“ einen kleinen Eindruck dieser bewegenden Reise.
Die Ausstellung ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Mo – Do von 8.00 – 16.00 Uhr, Fr von 8.00 – 12.00 Uhr.
Weitere Kunst und Museen findest du hier.
Datum
06.02.2012 von 08:00 bis 16:00 Uhr
Location
Ort: 65197 Wiesbaden
Straße: Walter-Hallstein-Straße 3 – 5 (Eingang im Durchgang Schiersteiner Straße / 2. Ring)
Haltestelle: Wiesbaden, Walter-Hallstein-Straße 3-5 (Verbindungsauskunft)
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