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ÖPNV & Umwelt

Fast täglich werden wir mit Nachrichten zum Klimawandel bombardiert. Extreme Wetterereignisse wie Hurrikans, Stürme, Überschwemmungen und Dürren nehmen zu. Verantwortlich für immer häufigere Katastrophen ist die zunehmende Temperatur der Erdatmosphäre, die vom Treibhauseffekt angeheizt wird. Wir verstärken diesen Effekt, indem wir immer mehr Treibhausgase wie Kohlendioxid erzeugen. Die Entwicklung droht für die Menschheit unkontrollierbar zu werden, wenn es nicht gelingt, den Kohlendioxid-Ausstoß in naher Zukunft deutlich zu verringern. Ein großes Problem ist das Kohlendioxid, das durch den weltweit zunehmenden Verkehr von Personen und Gütern entsteht.

Wer etwas für den Klimaschutz tun will und dennoch auf nichts verzichten möchte, der sollte auf Busse und Bahnen umsteigen.

So braucht ein Linienbus bei durchschnittlicher Platzausnutzung rund 2,5 Liter Dieselkraftstoff pro 100 km und Fahrgast. Der Durchschnittsverbrauch eines Pkws liegt dagegen bei etwa 6,6 Liter pro 100 km und Fahrgast. Daraus folgt, dass ein Fahrgast im durchschnittlich besetzten Linienbus nur rund ein Drittel der Kohlendioxidemissionen eines Autofahrers verursacht. Ähnlich verhält es sich bei elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln wie Straßenbahnen, U-Bahnen und Nahverkehrszügen. Jede Strecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Pkw zurückgelegt wird, ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Es gibt noch weitere gute Gründe, die für öffentliche Verkehrsmittel sprechen: Sommersmog und Feinstaub belasten die Menschen, die in den Stadtzentren leben und werden als Ursache von Atemwegserkrankungen und Krebs gesehen.

Würden sich mehr Menschen für Busse und Bahnen entscheiden, hätten wir in den Stadtzentren bald bessere Luft.

Dass elektrisch betriebene Verkehrsmittel wie U-, S- und Straßenbahnen die Stadtluft nicht verschmutzen, ist offensichtlich. Aber selbst mit Diesel betriebene Busse verursachen pro Fahrgast und 100 km weniger als die Hälfte der gefährlichen Feinstaubemissionen eines durchschnittlichen Pkws.

Ein weiterer Vorteil von Bussen und Bahnen ist der geringere Platzverbrauch. Der Pkw zeigt den mit Abstand höchsten Flächenbedarf der Stadtverkehrsmittel im fließenden Verkehr. Die Straßenbahn auf ihrer eigenen Trasse benötigt nur ein Drittel, der Bus auf seiner Busspur weniger als die Hälfte dieser Fläche. So gut wie gar keinen Platz verbrauchen die unterirdisch fahrenden U-Bahnen.

 

 

 

 

Wenn mehr Menschen auf Busse und Bahnen umsteigen, wird Platz frei. Straßencafés, Sportanlagen und Parks könnten entstehen und die Städte attraktiver machen.


Interessante Links:

  • Mehr zum Thema RMV und Klimaschutz kann man auf der Webseite des RMV nachlesen.
  • Das Jugendbündnis Zukunftsenergie - ein Zusammenschluss mehrerer Jugendumweltverbände - hat eine sehr gute Seite zu Energie und Klimaschutz veröffentlicht.

(Bild: (c) Sabine Bär, Anne Böhme)