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Carsharing - Autofahren ohne eigenes Auto

Träumst du auch den großen Traum? Den vom ersten eigenen Auto? Den von Freiheit und Unabhängigkeit? Schön, wenn Träume wahr werden – manchmal ist es allerdings schlauer, einfach weiter zu träumen und dabei eine Menge Geld zu sparen. Es gibt nämlich eine attraktive Alternative zum eigenen Auto…

Auch wer das Auto nur selten nutzt (zum Beispiel für Wochenendbesuche bei der Oma oder Einkäufe bei Ikea), hat übers Jahr verteilt eine Menge Kosten am Hals: Sprit, Reparaturen, Versicherung, Steuern, TÜV, Wertverlust... Wenn man diese Kosten auf die gefahrenen Kilometer umrechnet, kann es schnell passieren, dass sich das eigene Auto als luxuriöser Geldschlucker heraus stellt. Deshalb lohnt sich besonders für Wenigfahrer eine Möglichkeit, bei der man sich mit anderen Leuten einige Autos teilt und dadurch viel Geld sparen kann: Carsharing.

 

 

 

 

Die Vorteile von Carsharing

Bei Carsharing teilen sich Nutzer nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die hohen Unterhaltskosten und fahren deshalb deutlich preiswerter als mit einem eigenen Pkw. Außerdem spart man eine Menge Zeit, weil man sich um nichts kümmern muss: Für organisatorische Dinge und die Wartung und Reinigung der Autos ist allein der Carsharing-Betreiber zuständig. Man muss also einfach ein Auto reservieren, einsteigen - und natürlich fahren. Und am Ende spart man sogar noch die lästige Parkplatzsuche, weil die Carsharing-Betreiber in aller Regel feste Abstellplätze reserviert haben. Außerdem stehen meistens mehrere unterschiedliche Fahrzeugtypen zur Verfügung, so dass man eine größere Auswahlmöglichkeit hat. Für einen Umzug kann man zum Beispiel einen großen Wagen buchen, während für einen Besuch bei der Oma ein kleines Auto reicht – so kann man zusätzlich Geld sparen, weil nicht unnötig Sprit verschwendet wird und die kleineren Fahrzeugtypen deshalb günstiger sind.

Carsharing schont aber nicht nur die Geldbörse sondern auch die Umwelt. Denn während ein durchschnittlicher Privat-Pkw 23 Stunden am Tag irgendwo herumsteht, werden Carsharing-Autos viel intensiver genutzt. Es müssen also insgesamt weniger Fahrzeuge hergestellt werden und das spart jede Menge Rohstoffe. Außerdem brauchen weniger Autos auch weniger Platz, machen weniger Lärm und verpesten die Umwelt weit weniger. Und bei Carsharing kann man auf verschiedene Fahrzeugtypen zurückgreifen und so je nach Anlass auch mal ein kleines Auto nehmen, das die Umwelt nicht so sehr belastet.

 

 

 

 

So funktioniert’s

Mitmachen kann grundsätzlich jeder, der einen Führerschein hat. Man sucht sich einen Carsharing-Anbieter aus, meldet sich an und kann anschließend das gewünschte Auto ganz einfach per Telefon oder Internet reservieren. Je nach System (Zugangskarte oder Tresor) erhält man Zugang zum gewünschten Fahrzeug und kann es nach Lust und Laune im reservierten Zeitraum nutzen. Am Ende stellt man den Wagen wieder am Ausgangspunkt ab. Zum Tanken bekommt man bei den meisten Anbietern eine Karte, von der die Tankkosten automatisch abgebucht werden. Die Autos stehen nicht alle am selben Ort, sondern sind auf verschiedenen Stellplätzen untergebracht. So hat man mit etwas Glück sogar ein Fahrzeug direkt vor der Haustür.

 

 

Und was kostet der Spaß?

Die Kosten setzen sich in der Regel aus einem festen monatlichen Beitrag, einer Gebühr für die Zeit, in der das Auto genutzt wird, und einem bestimmten Betrag pro Kilometer zusammen. Außerdem gibt es unterschiedliche Tarife für die verschiedenen Fahrzeugtypen. Wer also mit einer Luxuskarosse öfter lange Strecken fährt, muss tiefer in die Tasche greifen als der Nutzer eines Kleinwagens, der einmal monatlich zu Freunden in den Nachbarort fährt.

Aus diesem Grund lohnt sich Carsharing in den meisten Fällen nur für Stadtbewohner, die ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz nutzen können und nicht regelmäßig auf ein Auto angewiesen sind. Wer auf dem Land wohnt und das Auto täglich zum Einkaufen braucht, oder um zur Arbeit zu fahren, für den lohnt sich die Alternative eher weniger.

 

Foto: (c) photocase.com

Weiterführende Links

mainmove ist ein Gemeinschaftsprojekt der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH und der Naturfreundejugend Deutschlands