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Ken Follet: Die Brücken der Freiheit

Historischer Roman über die Sklaverei in Großbritannien und Amerika im 18. Jahrhundert. Der junge schottische Bergarbeiter Mack McAsh beschließt, die Flucht aus den Kohlegruben zu wagen. Doch bis in die Freiheit ist es noch ein weiter Weg.

Im Schottland des 18. Jahrhunderts werden die Kohle-Bergarbeiter wie Sklaven gehalten und sind Eigentum ihres jeweiligen Laird.

Unter ihnen lebt Mack McAsh, ein junger, aufrührerischer Mann, der schon seit langem nach der Freiheit strebt. Er besitzt einen stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, welcher ihm schnell Anhänger verschafft und ihn noch schneller in ernsthafte Schwierigkeiten bringt.

Anders als die meisten Bergarbeiter beherrscht er das Lesen und Schreiben und erfährt so durch einen Briefwechsel mit einem Anwalt in London, dass die Versklavung der Bergleute nicht dem schottischen Gesetz entspricht. Demnach ist er ab seinem einundzwanzigsten Geburtstag frei. Wütend darüber, dass so viele in seinem Dorf durch Lügen illegal in der Sklaverei gehalten werden, wagt er es, in der Kirche direkt vor seinem Herrn Sir George Jamisson den Brief das Anwalts vorzulesen. Dieser reagiert mit einem Wutausbruch, welcher schmerzhafte Folgen für Mack hat.
Der Einundzwanzigjährige muss einsehen, dass das Gesetz eine schöne, aber kraftlose Theorie ist, welche nur denen nützt, die es auch durchsetzen können.

Da es für ihn undenkbar ist, ein Leben in Gefangenschaft fortzuführen, gibt es nur einen Weg: die Flucht. Ein Vorhaben, welches er seit seiner Kindheit hegt. Unerwarteten Beistand erhält er von Lizzie Hallim aus der Oberschicht, welche ihm bei seiner Flucht das Leben rettet.

Die anfängliche Euphorie über die Freiheit legt sich allerdings rasch, als er Arbeit in London sucht.
Denn auch in Englands Hauptstadt betrügen die Reichen die einfachen Leute schamlos. Ein harter und verlustreicher Kampf beginnt für Mack, welcher ihn auf anderem Wege wieder in die Sklaverei führt.

Anders als einige der historischen Werke von Ken Follet ist dieses Buch mit seinen 529 Seiten vergleichsweise kurz und liest sich fließend.

Empfehlenswert ist auch das neueste Werk "Die Tore der Welt", eine unabhängige Fortsetzung von "Die Säulen der Erde". Allerdings ist es für unterwegs wohl höchstens für Pendler geeignet, denen es nichts ausmacht, einen 1295-seitigen Wälzer mitzuschleppen. Wenn man den ersten Teil gleich auch noch mitnimmt, kann man die Bücher ja alternativ als Hantelersatz für ein morgendliches Training nutzen.


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