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News
Mr. Alis Hochzeitagentur für hoffnungslose FälleAchtung: Heiraten ist gefährlich in Indien. Bis das der Tod euch scheidet? Von wegen. Hindus glauben an die Wiedergeburt, sieben Leben bleibt man aneinander gebunden. Da sollte man sich seinen Ehepartner lieber noch einmal genauer anschauen, bevor man eine solch lange Zeitspanne mit einem keifenden Weib oder einem herschsüchtigen Mann verbringen muss. Wer es trotz allem versuchen möchte, findet sich auf Mr. Alis Veranda ein. Der gelangweilte Rentner betreibt in einer südindischen Kleinstadt eine florierende Hochzeitsagentur für hoffnungslose Fälle. Mit dem Umblättern der Seiten, kommt der Roman seinem Ende immer näher. Und zwar sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht: Das letzte Drittel langweilt mit einer Liebesgeschichte zwischen der armen, aber tugendhaften Aruna und dem gutaussehenden, reichen und gutherzigem Arzt Ram. Die beiden sind füreinander geschaffen, doch leider scheint das Karma etwas anderes für sie vorzusehen und sie müssen die Schranken der Gesellschaft und ihrer Familien überwinden: Diese Idee ist abgegriffen und kitschig. So abgegriffen und kitschig, dass es unfreiwillig erheiternd wirkt. Zugute halten kann man dem Autor, das die Geschichte nur am Rande spielt und weitaus mehr hätte ausgebeutet werden können. Jedes Detail, jeder Gesprächsfetzen trägt dazu bei, den Leser über indische Hochzeits- und Hochzeitsanbandelungsbräuche zu informieren. Dadurch wirkt die wörtliche Rede zum Teil sehr gestelzt und konstruiert. Teilweise so gestelzt und konstruiert, dass man sich im Textbeispiel eines Lehrbuches wähnt, das einem abschreckend vorgesetzt wurde. "Mr. Alis Hochzeitagentur für hoffnungslose Fälle" |
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