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Stanley Kubrick: Shining

Eine Geschichte über ein Spukhaus, in der Jack Torrance (Jack Nicholson) seine Frau Wendy (Shelley Duvall) und seinen jungen Sohn Danny (Danny Lloyd) zum abgelegenen Overlook Hotel bringt, wo er zwischen den Saisonzeiten als Hausmeister und an seinem neuen Buch arbeiten will. Hier erleidet er einen psychischen Zusammenbruch, der nicht nur auf einen Hüttenkoller zurückzuführen ist. Das Hotel besitzt eine gewalterfüllte Vergangenheit, die sich noch immer auf das Gebäude auswirkt, und während der junge Danny (Danny Lloyd) durch seine hellseherische Gabe namens "Shining" dieses erschreckende Erbe erkennt, verliert sich sein Vater in einen Zustand mörderischer Psychose.

Der Film basiert auf Stephen Kings Buch „Shining“, doch änderte Regisseur Stanley Kubrick die Story so sehr, dass man nicht mehr wirklich von einer Literaturverfilmung reden kann. Stephen King selbst nahm auch Abstand von Kubricks Werk und produzierte in den 90ern eine vierteilige Mini-Serie, die sich ziemlich genau an das Buch hält, aber lange nicht so gelungen ist.
Meiner Meinung nach - und eigentlich bin ich nicht der größte Horrorfilm-Fan -, ist dieser Film einfach grandios. Harmlose Szenen (die Autofahrt am Anfang) werden von Kubrick so grandios mit Musik unterlegt, dass einem schon Angst und Bange wird. Dennoch ist der Film überhaupt nicht mit Schockszenen überladen, wie die meisten heutigen Horrorfilme („The Hills Have Eyes“), denn in diesen Produktionen ist es bisweilen so, dass der Regisseur nur versucht, möglichst viel "Schrecken" zu verbreiten.

Wir haben hier einen Film vor uns, dessen Rollen optimal besetzt wurden. Jack Nicholson als durchdrehenden Familienvater: Wer könnte diese Rolle besser spielen. Man kauft ihm alle seine Szenen ab. Besonders grandios sind die Passagen, in denen er im "Gold Room" beim Barkeeper Lloyd sitzt, den er sich nur einbildet, und natürlich die legendäre Szene, die man auch auf dem Cover sieht, in der sich Nicholson mit der Axt einen Weg durch die versperrte Tür bahnt und „Hiiiier ist Jacky“ ruft.

Dann natürlich Shelley Duvall, die vielleicht nicht die hübscheste Frau auf der Welt ist, aber schreien und spielen kann, dass einem das Blut in den Adern gefriert.

Und Danny Llyod als der kleine Danny, der das "Shining" hat. Hier ein besonderes Augenmerk auf die Szenen, in denen er mit seinem „Freund“ Tony spricht.

Auch wenn der Film offiziell als Horrorfilm gilt, kann man ihn keinem bestimmten Genre zuordnen. Ist es nun ein Horrorfilm, ein Thriller oder ein Drama? Im Endeffekt ist es eigentlich auch egal, denn jeder, der gute Filme mag, kommt um diesen hier nicht herum.

 
 


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