The Simpsons – der Film
Homer stürzt wegen seiner Liebe zu (lebendem) Essen ganz Springfield ins Verderben.
Marge versucht, den Schlamassel wieder grade zu biegen und sieht ein, wie sehr sie sich all die Jahre in der Beziehung zu Homer verbogen hat;
Bart erkennt (mal wieder), dass Homer ein Vater der schlimmsten Klasse ist und sucht sich einen neuen – seltsam allerdings, wen er sich da sucht.
Lisa fällt zum wiederholten Male auf, was Homer für ein rücksichtsloser Loser ist – auch nichts Neues.
Die ganze Sache wird mit jedem Versuch von Homer, die Sache wieder ins Reine zu bringen, natürlich immer verzwickter – kennt man ja aus den Folgen.
Hört sich bis hierhin größtenteils identisch mit dem geliebten Handlungsstrang aus den Folgen an, aber: Was ist das für eine Story? Man fragt sich ernsthaft, welcher Autor da zur Fantasie-Feder gegriffen hat.
Um es kurz zu machen: Visionen und Eingebungen treiben die Handlung voran. Was haben die Macher des Filmes sich denn da in den Kaffee gemischt?
Das (polit-)kritische Auge, weshalb die Simpsons als Lieblingsserie der meisten avancieren, fehlt nicht ganz, aber in einem Film der Simpsons müsste es doch öfter aufblitzen. Stattdessen weisen „Riesenmöpse“ Homer den Weg. Ah ja, Mr. Groening.
Aber ist er denn wirklich so schlecht, der lang ersehnte Kinohit? Nein, nicht ganz. Wie gesagt: Die Story lässt sehr zu wünschen übrig und teilweise verhalten sich die Figuren einfach nicht so, wie man es gewohnt ist: Marge überspielt ihr Hochzeitsvideo? Hallo? Würde das die echte Marge tun?
Naja, irgendwie echt ist sie ja sowieso nicht mehr – Anke Engelke sollte vielleicht mal versuchen, nicht die amerikanische Stimme von Marge zu imitieren – hört sich nämlich verboten an und ist genauso, als würde man Maggie ein gelbes Kleid anziehen: Schrecklich unpassend.
Ach ja, Maggie. In den Folgen meist nur auf Marges Arm, in der Sandkiste oder auf dem roten Kinderstuhl zu sehen (wenn sie nicht grade mal wieder Mr. Burns erschossen hat), wird ihr im Film eine richtige Rolle zugestanden, in der sie mehr tut, als nur irgendwem ihren Schnuller in den Mund zu stecken. Eine richtige Freude ist es, mit anzusehen, dass die Rolle Maggie erwachsen wird und aus den Kinderschuhen steigt.
Zusammengefasst: Wirklich lachen kann man nur über die „bekannten“ Gags, wie Homers Wampe, Barts Wortspiele und die Kritik an der amerikanischen Regierung, repräsentiert von Arnold Schwarzenegger.
Im Übrigen kennt man lustigsten Sachen schon – aus dem Trailer. Traurig, aber wirklich wahr. Aber wer bis ganz zum Schluss wartet, darf bei Maggies erstem Wort dabei sein – immerhin etwas.
"Die Simpsons - der Film" läuft zur Zeit in den deutschen Kinos.
Bildquelle: writerjax.blog-city.com
