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News
Alain DelonFrankreich, 1935. In Sceaux, nahe Ile de France, erblickt ein kleiner Junge das Licht einer Welt, die mit ihm noch Großes vorhaben soll. Die sechziger und siebziger Jahre meinen es gut mit diesem kleinen Jungen von einst, der bei Pflegeeltern und in Internaten aufwächst. In Filmen wie “Der eiskalte Engel”(1967) und “Rocco und seine Brüder” (1960) beweist er schauspielerisches Talent und steigt zur französischen Schauspielikone auf. 1964 wird er für seinen Part in “Der Leopard” für den Golden Globe Award nominiert. Delon wird schnell auf die Rolle des kaltblütigen, aber dennoch sympathischen Killers festgelegt. Nicht umsonst tragen seine Filme Titel wie "Sie fürchten weder Tod noch Teufel" (1966), “Tödlicher Hass“ (1973), “Eiskalt wie das Schweigen“ (1974) oder "Killer stellen sich nicht vor" (1980). Die Parallelen werden bereits deutlich, wenn man zwei seiner wichtigsten Werke herausgreift: Sowohl in “Nur die Sonne war Zeuge”, eine Adaption von Patricia Highsmiths Roman “Der talentierte Mr. Ripley”, als auch in “Swimming-Pool“, einer Dreiecksgeschichte mit seiner Ex Romy Schneider, mimt er den gelangweilten und gescheiterten Eigenbrötler, der es sich auf Kosten eines reichen Freundes gut gehen lässt. Ohne es vorher geplant zu haben, begeht er Morde und wirkt mit seinen kühlen blauen Augen dabei erschreckend teilnahmslos. Selbst in seinem privaten Leben werden Delon Verbindungen in die Unterwelt nachgesagt, nachdem 1968 der Leibwächter und angebliche Geliebte seiner Frau ermordet aufgefunden wird. Auch der Titel des Films “Mal diese – mal jene“ (1958) wird Delon mit seinen zahlreichen Frauengeschichten gerecht: 1958 trifft er bei Dreharbeiten zu “Christine” auf Romy Schneider, mit der er bis 1964 eine Beziehung führt. Auf die deutsche Schauspielkollegin folgt Francine Canovas: aus der Ehe, die 1968 geschieden wird, geht der gemeinsame Sohn Anthony hervor, der später ebenfalls im Film sein Glück sucht. Bei Mireille Darc, der Frau an seiner Seite von1969 bis 1984, handelt es sich ebenfalls um eine Schauspielerin. Mit dem niederländischen Model Rosalie van Breemen tauscht er 1987 noch einmal den Ehering und bekommt mit ihr zwei Kinder (Anouchka und Alain-Fabien). 2002 trennen sich ihre Wege. Nachdem Delon sich in den achtziger und neunziger Jahren, aus Mangel an guten Drehbüchern, wie er sagt, in der Filmindustrie rar macht, versucht er sich als Geschäftsmann und vermarktet diverse Parfümdüfte (“AD”, “Samouraï Woman“ u.a.), Champagner, Cognac, Uhren, Brillen, Kleidung, Accessoires, Pferderennen und eine Boxveranstaltung. In seinen Filmen schafft es Delon trotz der kriminellen Handlungen sympathisch zu wirken, privat bleibt er suspekt: Er bekennt sich als glühender Anhänger des rechtsgerichteten Politikers Le Pen, der wie der Schauspielstar einst im Indochinakrieg kämpfte. Weiterführende Links |
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