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Katie Melua - Piece By Piece

Für ihr zweites Album hat Katie Melua eigene Songs geschrieben. Es ist eine Mischung aus federleichtem Swing und tränenschweren Liebes-Balladen daraus geworden.
"Piece By Piece" entwickelt sie sich von einer Casting-Show-Siegerin zu einer außergewöhnlichen Sängerin.

Katie Meluas zweites Album hat beeindruckend viel Gefühl, das muss man ihr lassen. Manchmal, wenn sie nur noch ganz leise flüstert, ist es mir fast schon ein bisschen zu viel Gefühl. Sie hat zwar viel Talent, aber meiner Meinung nach fehlt es ihrer klaren Stimme an Soul und den kann man nicht einfach so ausgleichen.
Dafür sind aber die Melodien wunderschön und mir haben es besonders die rhythmischen Titel angetan, die so unbeschwert leicht klingen. Im Kontrast dazu stehen die schwermütigen Blues-Nummern (Blues In The Night, Blue Shoes), die genau richtig für einen verregneten Nachmittag sind. Die traurig-schönen Balladen (Piece By Piece, I Cried For You) klingen an einigen Stellen etwas kitschig.

Vier der zwölf Songs hat Katie Melua angeblich selbst geschrieben, darunter ein sehr politischer über Rassismus und den Irak-Krieg (Spider’s Web). Seine ganze Schönheit und Kraft entfaltet das Album erst nach mehrmaligem Anhören. Das macht aber nichts, denn dann kann man die gekonnte Mischung aus Jazz, Blues und Pop wirklich genießen (und schön laut mitsingen)…

Alles in allem ist es ein gelungenes, vielseitiges Album, doch an vielen Stellen macht sich eben der fehlende Soul in der Stimme der 22-jährigen bemerkbar. Ich empfehle die CD daher nur denjenigen, die Katie Meluas Stimme mögen.


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