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CRAYFISH - Interview

Die seit 2001 bestehende Rock-Band aus Langen tourte Anfang bis Mitte April durch Deutschland, um ihre neue CD „Grand Escape“ zu feiern. Wir sprachen sie noch vorher im Interview.

Die Band Crayfish entstand 2001 als Schulband in Langen. Inzwischen hat sie bereits auf über 130 Konzerten gespielt, allein 52 davon im letzten Jahr. Weiterhin mit melodischem Rock überzeugen sie auf ihrer im Februar erschienen CD*, „Grand Escape“. Crayfish sind Julian Emmerich (19, Vocals), Moritz Maier (22, Guitars & Vocals), Patrik Westphal (20, Guitars & Vocals), Dominik Westphal (18, Bass) und Marcel Schweer (20, Drums).

Neben ihrer bundesweiten Deutschlandtour zum neuen Album erscheint ihr Song „Bad Habits“ auf einem Sampler zur AOK Jugendinitiative. Außerdem spielten sie am 23. März in Oberursel in der Musikhalle Portstraße, wo auch „Newcomer TV“ anwesend war.

Wir waren für ein Interview in Langen und hatten eine Menge Fragen im Gepäck.
Hier eine sinngemäße Zusammenfassung des Gesprächs:

Wie hat sich eure Band zusammengesetzt?
Crayfish: Durch die Schule, teilweise waren wir in der gleichen Klasse. Patrik und Dominik sind Brüder.

Wie kamt ihr auf den Namen Crayfish? (= Flusskrebs)
Crayfish/Marcel: Crayfish ist ein Zitat aus dem AC/DC-Song "Big Balls". Patrick: In dem Song geht’s um eine Salatbar mit exotischem Essen, bei der es auch Flusskrebse gibt.

Wie habt ihr euch auf euren jetzigen Musikstil geeinigt?
Crayfish: Das hat sich einfach so ergeben. Erst haben wir Stücke nachgespielt. Die eigenen kamen dann irgendwann dazu.
Moritz: Wir spielen Rock, da es unsere bevorzugte Musikrichtung ist. Am liebsten mögen wir Melodien, die man gut nachsingen/mitsingen kann, Ohrwürmer eben.

Wie oft probt ihr in der Woche?
Zwei Mal.

Wie seid ihr zum Proben ins Komma gekommen?
Crayfish/Moritz/Julian: Wir haben angefangen in unserer Schule zu proben, sind dann über Patriks Keller (war nicht so optimal) zum Jugendzentrum gekommen.

Wer unterstützt euch?
Unterstützt werden wir durch unseren Manager Marco Jähner und Uwe Herzog, dem Kunstpädagogen des Jugendzentrums in Langen.

Wann habt ihr euch getraut, eigene Lieder zu schreiben?
Crayfish/Patrik: Seit 2002, 2003. Ideen für Songs kamen zuerst auch oft von anderen Leuten. Früher haben wir auf Konzerten gemischte Sachen gespielt, Covers und eigene Lieder.
Julian: Heute spielen wir nur noch manchmal Covers, sonst eigenes.

Wann kam eure erste CD raus? Wie erfolgreich war sie?
Crayfish/Moritz: Das alte Abum „Darts & Hearts“ hatte eine Auflage von 500 Stück und ist vergriffen. Das neue Abum „Grand Escape“ hat eine Auflage von 1000.

Wann war euer erstes Konzert?
Moritz: 2001 Wir haben ein Lied in der Stadthalle bei Swinging School gespielt, einer Veranstaltung unserer Schule.

Wie habt ihr euch dabei gefühlt?
Julian: Beschissen.
Crayfish: Wir waren natürlich aufgeregt. Später dann aber fühlten wir uns zum in die Luft springen gut.

Wie war das, als ihr euer erstes eigenes Lied vorgetragen habt?
Moritz: Ich war sehr nervös, das war das erste Lied, bei dem ich mitsang. Aber es ist gut angekommen, das hat uns dann sehr gefreut.

Was war euer bisher aufregendstes Konzert/der stolzeste Moment?
Crayfish/Marcel: Kein bestimmtes, obwohl, wir haben mal am Bodensee vor 1600 Leuten gespielt, das war schon was. Sonst gab es da noch das Schlossgrabenfest in Darmstadt.
Patrik/Moritz/Julian: Ein Konzert in Frankreich, wir waren die letzte Band an dem Abend. Die Franzosen sind mächtig ausgerastet.

Wo wurde euer aktuelles Musikvideo gedreht?
Crayfish/Moritz: In Sprendlingen.

Wie sieht es mit der Arbeitsteilung aus? Fast überall steht Moritz dabei.
Julian: Moritz teilt die Arbeit mit sich selbst.
Moritz: Man braucht einfach einen Ansprechpartner, der auch schon alleine mal etwas entscheiden kann, ohne jedes Mal jeden anzurufen. Außerdem haben wir noch einen Manager.

Wie sehen eure weiteren Zukunftspläne aus? Volle Konzentration auf die Musik?
Crayfish: So viel wie möglich machen.
Julian: Auf Sommer-Festivals, Konzentration auf die neue CD und die Tour.

Wer geht noch zur Schule? Wer studiert?
Crayfish: Dominik geht noch zur Schule. Marcel macht Zivi, Julian und Moritz studieren Jura. Patrik studiert Wirtschaftsingenieur.

Wenn man eine Sache mit vollem Einsatz verfolgt, bleiben meist andere Dinge auf der Strecke. In wie weit habt ihr bereits verzichten müssen?
Crayfish: Freundin. Außerdem Studium und Zivi.
Dominik: Schule.
Moritz: Basketball.
Julian: Man kann nicht mehr so viele Spielfilme am Wochenende gucken.

Hat sich an eurem Alltag im Laufe der Zeit etwas geändert? Was?
Moritz/ Julian: Wenn wir mal am Wochenende kein Konzert haben, ist es ganz ungewohnt, so viel Freizeit zu haben und sich klar zu machen, dass dieses Wochenende wirklich kein Konzert ist. Wir beschäftigen uns einfach jeden Tag mit der Band.

Wer wohnt in einer WG zusammen?
Crayfish: Marcel und Moritz.
Patrik: Dominik und ich ganz unfreiwillig schon seit 18 Jahren. (lachen)

Was habt ihr sonst noch für Interessen? Außer Musik.
Julian: Ich spiele noch Tennis.
Alle: Poker!
Moritz: PC.

Wie finanziert ihr die Auftritte?
Crayfish: Durch gesparte Gage. Wir zahlen natürlich mehr rein als dabei rauskommt. Wir machen auch viel selbst, wie die Musikvideos. Das Neue wird auf NBC und Giga tv ausgestrahlt.

Wie würdet ihr euch gegenseitig beschreiben?
Crayfish: Patrik ist eher ruhig und ein Träumer, aber auch ernst und fleißig. Dominik ist der (da sind sich alle einig) Draufgänger. Außerdem kann er schneller mal explodieren, wie Moritz. Der ist ebenfalls sehr fleißig und wie Julian auch vernünftig. Marcel ist der Frauenheld.

Danke.

* CD „Grand Escape“ ist erhältlich im Media Markt in Egelsbach, Musikhaus Luley
und Foto Schönwälder in Langen. Ansonsten online.

Außerdem geht's hier zu den Tourdaten.

Von Sina Woischwill & Ulrike Schadenberg


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