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Franz Ferdinand

Sie kommen aus Glasgow und haben sich nach einem österreich-ungarischen Erzherzog benannt. Klingt komisch, ist aber so. Ganz im Gegenteil zu ihrer Musik. Die ist nämlich überhaupt nicht komisch, sondern toll.

In einer Lagerhalle hatten die vier ihre ersten Auftritte. Zusammen mit anderen Indie-Bands aus Glasgow hatten sie die leer stehende Halle zu einem illegalen Treffpunkt umgestaltet.
Sie hatten alles, was eine man für eine Band braucht. Die Mitglieder, die Instrumente und das Potential – nur eins fehlte ihnen noch: Ein passender Name.
In dem Zusammenhang kamen sie irgendwie auf den Erzherzog Franz Ferdinand zu sprechen, dessen Ermordung als Auslöser des ersten Weltkriegs gilt. Der Name gefiel ihnen und sie nannten sie sich ab sofort Franz Ferdinand.

Auch ihrem ersten Album verpassten sie den Titel „Franz Ferdinand“. Auf der CD sind elf Songs mit einer Gesamtlänge von knapp 40 Minuten. Einer der Songs trägt einen deutschen Titel („Auf Achse“). Den deutschen Einfluss verdankt die schottische Band ihrem Gitarristen, der in Bayern zur Schule ging und da studierte.
In "Darts Of Pleasure" kommen am Ende sogar zwei ganze Zeilen auf Deutsch vor, wenn auch mit einem ziemlich sinnfreien Text:

„Ich heiße superfantastisch! Ich trinke Schampus mit Lachsfisch!“

Diese zwei Zeilen sind charakteristisch für das ganze Album. Es ist ein bisschen verrückt, spontan, frisch und immer für eine Überraschung gut. Lässiger Indie-Rock vom Feinsten!

Ich empfehle die CD allen, die diese Bands mögen: Arctic Monkeys, The Kooks, Maximo Park, Mando Diao, Kaiser Chiefs.

Anspieltipps: The Dark Of The Matinée, 40 Ft, Darts Of Pleasure

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