X-Mas Special: Weihnachten in aller Welt
Es weihnachtet sehr! Und das nicht nur hier zu Lande, sondern überall in der Welt! Ein paar Wochen sind es nur noch bis zum Fest. Wir wollen euch die Wartezeit verkürzen mit interessanten Infos rund um Weihnachten!
Wir starten hier mit einigen interessanten Geschichten zu den Feierlichkeiten in aller Welt!
Boze Narodzenie!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Polnisch.
Unsere Nachbarn feiern das Fest der Liebe recht ähnlich wie wir. Die Familie setzt sich an Heiligabend an den reich gedeckten Tisch neben den festlich geschmückten Weihnachtsbaum. Auf den Tisch kommen üblicherweise eine Suppe aus roter Bete, ein Fischgericht und der traditionelle Weihnachtsoblaten. Ein zusätzliches Gedeck kommt für den unerwarteten Gast an den Tisch. Nach dem Festmahl werden die Geschenke ausgepackt und es werden Weihnachtslieder gesungen. Um Mitternacht geht die Familie zusammen zur Messe.
Einen alten heidnischen Brauch pflegen die Polen ebenso: Unter die Tischdecke wird ein wenig Heu gelegt. Zieht man während des Essens einen grünen Halm, soll dies Glück in der Liebe und eine baldige Hochzeit versprechen. Ein brauner Halm hingegen bedeutet genau das Gegenteil!
Buon Natale!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Italienisch.
Bereits am 6. Dezember legt San Nicola Päckchen vor die Kinderzimmertüren. Am 13. Dezember werden die Kinder durch Santa Lucia erneut beschenkt und am 25. Dezember wird dann das Christkind gefeiert! Die Geschenke liegen an diesem Tag entweder wieder vor der Zimmertür, unter dem Tannenbaum, oder neben der in Italien im Mittelpunkt stehenden Krippe.
Vessela Koleda!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Bulgarisch.
Das traditionelle Festmahl mit der ganzen Familie beinhaltet 12 verschiedene Gerichte, wobei ein jedes für einen der vergangenen 12 Monate steht.
Ebenso ist es in Bulgarien Tradition, dass junge Männer und Unverheiratete von Haus zu Haus ziehen und dabei singen. Im Gegenzug erhalten sie das sogenannte „Kravai“, ein rundes Brot mit einem Loch in der Mitte, was auf einen mitgebrachten Holzstock aufgespießt wird.
Feliz Navidad!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Spanisch.
Die Spanier haben eine Lotterie als Weihnachtsbrauch. Diese wird im Radio oder Fernsehen verfolgt und es werden sogar Lose an Freunde und Bekannte verschenkt.
In Spanien gibt es keinen Weihnachtsmann, weswegen nach dem Weihnachtsessen, das meistens aus Truthahn, gegrilltem Fisch, Nuss- und Mandelsuppe besteht, die „Urne des Schicksals“ auf den Tisch gestellt wird. Darin befinden sich kleine Geschenke, aber es gibt auch Nieten. Reihum darf nun jeder solange ziehen, bis er ein Geschenk erwischt hat.
Die richtige Bescherung findet am 6. Januar statt. An diesem Tag beginnt um 24:00 Uhr die Mitternachtsmesse, wobei die Krippe bewundert und einer alten Tradition nach das Jesuskind geküsst wird.
Merry Christmas!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Englisch.
Traditionsgemäß werden an Heiligabend Strümpfe an den Kaminsims gehängt. Santa Claus landet in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember mit seinem Rentierschlitten auf den Dächern der Häuser und schlüpft durch den Kamin in die Häuser, um die Geschenke in die Strümpfe zu stecken.
Traditionsreiche Gerichte gibt es am 25. Dezember, dazu zählen ein gefüllter Truthahn, Plumpudding (dessen Herstellung im üblichen Verfahren übrigens mehrere Wochen dauert!) und Eierpunsch.
Knallbonbons gehören ebenso zum Essen wie eine eingebackene Münze, die dem Finder einen Wunsch erfüllen soll.
Geschmückt werden die Wohnungen und Häuser mit Weihnachtskarten, die auf einer Leine durch die Zimmer gehängt werden und mit Mistelzweigen über den Türen. Jeder Mann, der unter solch einem Zweig einer Frau begegnet, darf diese küssen.
Joyeux Noël!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Französisch.
Auch in Frankreich werden die Geschenke in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gebracht, dies tut jedoch nicht der Weihnachtsmann, sondern sein Kollege. Er legt seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe.
Der Heilige Abend wird jedoch alles andere als besinnlich gefeiert. Es ist ein ganz normaler Arbeitstag, der mit großen Essen in Restaurants und ausgelassenen Tänzen ausklingt. Erst am 25.12. wird es festlicher und es wird ein tolles Festmahl in der Familie serviert.
Prettige Kerstdagen!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Holländisch.
In den Niederlanden wird der heilige Sinterklaas gefeiert. Er ist jedoch nicht nur der Überbringer der Geschenke, sondern auch der Schutzpatron der Seefahrer.
Am letzten Novembersamstag besucht er die holländischen Hafenstädte mit dem Schiff und reitet in einem roten Bischofsgewand mit einem Schimmel und seinem Knecht, dem Zwarten Piet, an Land, wo er von der Bevölkerung begrüßt wird.
Die Kinder stellen an diesem Tag ihre Schuhe mit einem Wunschzettel bereit. Für das Pferd wird außerdem ein Eimer Wasser und eine Mohrrübe sowie etwas Heu bereitgelegt.
Der Sage nach reitet Sinterklaas in der Nacht zusammen mit seinem Knecht über die Dächer und verteilt die Geschenke.
Am Abend des 5. Dezember wird außerdem ein großes Familienfest gefeiert, bei dem alle beschenkt werden.
Hauskaa Joulua!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Finnisch.
Auf geht es in die Heimat des Weihnachtsmannes, der in Finnland Joulupukki heißt. Die Finnen streiten ab, dass der Weihnachtsmann am Nordpol lebt.
Er wohnt in einem großen Berg, der die Form eines Ohres hat, damit er die Wünsche der ganzen Kinder aus aller Welt hören kann. Bis heute hat den geheimen Eingang zu seinem Reich im Berg Korvatunturi niemand finden können. Hier lebt und arbeitet Joulupukki das ganze Jahr über zusammen mit seiner Frau und vielen Helfern und stellt Geschenke her.
Typisch finnisch ist das gemeinschafliche Saunabad vor dem heiligen Abend, der wie in Deutschland am 24. Dezember gefeiert wird.
God Jul!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Schwedisch.
Am 13. Dezember wird in Schweden der Tag der Lichterkönigin gefeiert.
Die älteste Tochter des Hauses erscheint in einem weißen Kleid mit rotem Seidenband um die Hüften und einem Preiselbeerzweig sowie einer brennenden Kerze auf dem Kopf und serviert der Familie das Frühstück am Bett. In ganz Schweden gibt es an diesem Tag zahlreiche Feiern.
Zum Julfest an Weihnachten kommt dann auch der Weihnachtsmann vorbei. Oftmals gibt es an diesem Tag in Schweden ein riesiges Menü mit bis zu 38 Gängen!
Gle_ileg Jól!
Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Isländisch.
Im Land der Kobolde gibt es gleich 13 „Weihnachtskerle“ die in der Weihnachtszeit die Insel heimsuchen. Zwar kennen die Isländer auch den Weihnachtsmann, dennoch haben die mythischen Figuren noch immer einen großen Stellenwert.
Ab dem 12. Dezember erscheint einer Sage nach jeden Tag einer der 13 Kobolde und treibt mit den Menschen seinen Schabernack. Sie spielen den Isländern Streiche und stehlen ihnen ein wenig Essen. Den artigen Kindern legen sie außerdem Geschenke in ihre Schuhe, den anderen geben sie Kartoffeln.
Zu Weihnachten wird bei den Isländern das traditionsreiche sogenannte Laubbrot gebacken, das mit in der Familie weitergereichten Mustern verziert wird.
Copyright: RMV
