Elfchen: Gedicht mit Fotos
Leben willst du
sagst du
und stirbst
jede Minute kleine
Tode.
Tränen
schmecken salzig
und erinnern mich
ans Meer
Tränenmeer
Liebe
ist nicht frei sein
sondern
ein Gefängniss
der Gefühle
Einsamkeit
fängt schon
bei dem Gedanken an
ich habe
einsame Gedanken
Gefangen
im eigenen Körper
und selbst
wenn ich Flügel hätte
wäre ich nicht frei
Worte
sinnlos und
vergänglich
wie Schall und Rauch
und trotzdem
Worte voller wert.
Musik
Sinnesrauschen
in den Ohren
Seelenwunden
nicht sichtbar für
Andere
wie sollen sie dann
verstehen
was sie nicht sehen
Zeit
ist zeitlos
unbarmherzig tickt
die Uhr
bis deine Augen sich
schliessen
Rauschzustand
schillernde Farben
malen ein Bild
es verschwimmt
vor meinen
Augen
Gefühle beschreiben
geht nicht denn
Worte
können nicht fühlen
nur verletzen
Glück einatmen
tief in sich verschliessen
nicht mehr
rauslassen
stopft das Loch
Überleben
Mut haben
zu leben
Weiter gehen
Schrei der Verzweiflung
Stille
Nichts ändert sich
Du bist stumm
Worte
Greifbar nah
Und doch
Zu weit weg
Um zu reden
Du fliegst
In deinen Träumen
Du fällst
In deinem Leben
Weitergehen
Nicht umdrehen
Nicht umsehen
Schritt nach vorne
Weitergehen
Lachen
Auch wenn du weinen willst
Reden
Auch wenn du schweigen willst
Kleine Tode sterben
Auch wenn du leben willst
Einsamkeit
Unbeschreibliche Leere
Aber auch
Schwerelosigkeit
Am Ende steht der Anfang
Und
Am Anfang steht das Ende
Wo bin ich?
Achterbahnfahrt
Kribbeln im Bauch
Schreie
Freiheit
Lang ist´s her
Liebe
Ein Wort
Das ohne Gefühle
Seine Bedeutung
Verliert
Für immer
Zeit vergeht
Und steht doch still
Wo bin ich?
Wo will ich hin?
Vorbei
Geht alles
Viel zu schnell
Keine Chance
Alles einzufangen
Leere
Kann man
Nicht beschreiben
Kann man
nicht fühlen
Kann man
nicht sehen
Leere
Kann man nur spüren.



